Freitag, 2. Juni 2017

Buchrezension: Geständnisse

 
 
                            Geständnisse von Kanae Minato


Titel: Geständnisse
Autor: Kanae Minato
Preis: 16,99 Euro
Verlag: C.Bertelsmann
Seitenanzahl:270
 
 
Die Tochter der Lehrerin Yuko Moriguchi ist ertrunken. Alles scheint, als wäre es ein tragischer Unfall gewesen. Doch Yuko weiß mehr. Zwei  ihrer Schüler haben ihre kleine 4-jährige Tochter umgebracht und sie will Rache. Mit dem erschütternden Geständnis geht sie ein letzten Mal in ihre Klasse und erzählte die wahre Geschichte des Mordes ihrer kleinen Tochter. Damit versetzt Moriguchi nicht nur ihre Schüler in Schrecken, sondern auch die beiden Mörder. Eine verstörende Geschichte, die sich mit Mord, Gewalt und Schuldgefühlen beschäftigt.
 
 
Hallo und willkommen zu dieser neuen Rezension. Heute möchte ich euch ein super interessantes Buch vorstellen, welches mich wirklich zum Nachdenken gebracht hat. Wie immer beginne ich mit den Charakteren.
 
Wirklich viel möchte ich euch nicht verraten, da ihr während des Lesens immer mehr Informationen zu den Charakteren erhaltet. Die Kapitel( die wirklich sehr lang sind, ca.60 Seiten) werden immer aus einer anderen Sicht geschrieben. Wenn ich mich nicht verzählt habe, lernen wir 6 Charaktere näher kennen, die wirklich alle sehr interessant sind und wirklich krank im Kopf, meiner Meinung nach, sind. Doch genau das hat die Story so gut gemacht. Die Charaktere waren nicht dazu bestimmt, geliebt zu werden, sondern um den Lesern zu schockieren und die Message des Buches wiederzugeben.
 
Doch hier kommt auch schon mein erster Kritikpunkt. Dadurch das die Geschichte von mehreren Sichten geschrieben wurde, hat sich der Inhalt auch oft gezogen, sodass ich doch etwas länger für diese knapp 300 Seiten gebraucht habe.  
 
Nun werde ich auf das Thema und Setting der Geschichte eingehen. Die Geschichte spielt in Japan. Vielen wird es bekannt sein, dass in Japan die Schule doch etwas mehr fordernd und erwartend ist, als bei uns. Genau das machte die Geschichte interessant, denn man bekam von mehreren Schülern deren Eindrücke der Schule. Es ist wirklich schon schockierend, wie die Kinder unter diesem Leistungsdruck leiden und deshalb manche von ihnen auf die schiefe Bahn geraten.
 
Auch der Plot der Geschichte konnte mich überzeugen, denn man hätte einiges nicht so gedacht und war dann doch ziemlich schockiert, wozu Kinder bzw. Teenager in der Lage sind. Vielleicht hört sich das für manche unwahrscheinlich an, dass gewöhnliche Kinder zu Morden oder Gewalttaten fähig sind, doch genau das sind sie. Meisten, weil ihnen Liebe oder Freiheit fehlt. Oder manchmal ist schon die fehlende Aufmerksamkeit ein Grund dafür.
 
Das Ende war wirklich überraschend und gut durchdacht, was ich nicht gedacht hätte. Hierbei möchte ich ein großes Lob an die Autorin aussprechen, die wirklich viel Arbeit in das Buch und vor allem in das Ende gesteckt hat.
 
Nun bin ich sehr gespannt, wie die Verfilmung gelungen ist, die im Jahr 2010 in den Kinos ausgestrahlt wurde. Der Trailer sieht schon mal vielversprechend aus.
 
Also: Das Buch ist wirklich gut, obwohl es sich manchmal doch etwas zieht. Doch allein schon wegen dem schockierenden Thema und dem Setting, spreche ich hiermit eine Empfehlung aus.
 
Zuletzt möchte ich noch dem Verlag danken, der mir das Buch freundlicherweise zugeschickt hat.