Samstag, 1. Juli 2017

Buchrezension: Murder Park

                  
  
 
 
Murder Park von Jonas Winner
Titel: Murder Park
Autor: Jonas Winner
Genre: Thriller
Preis: 12,99 Euro
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 415
 
 
Vor 20 Jahren trieb ein Serienmörder sein Wesen in dem Freizeitpark Zodiac Island. Nach dem dritten Mord an einer jungen Frau musste der Park schließen. Nun soll der Park nach 20 Jahren wiedereröffnen und die Besucher in Angst versetzen, denn der Park steht für das Thema Serienmörder. Doch vorher sollen verschiedene Fernseh- und Presseleute den Park erleben und dürfen dort ein Wochenende verbringen. Dann beginnen die Morde. Ein Mörder scheint auf der Insel zu sein und das nächste Opfer wird schon bald an der Reihe sein. Die nächste Fähre kommt nämlich erst in drei Tagen.
 
Hallo! Es fühlt sich an, als hätte ich ewig keinen Blogpost mehr geschrieben. Also starten wir gleich.
Das Buch hatte ich schon etwas länger vor dem Erscheinen im Blick und hatte mich richtig drauf gefreut, denn ich bin im Moment in richtiger Thriller-Stimmung.
 
Insgesamt gibt es 12 Besucher, die nach dem Wochenende von dem Park erzählen sollen. Jeder scheint eine gewisse Verbindung zu dem Park bzw. zu den Morden zu haben. Da war es natürlich praktisch, dass es hinten nochmal ein Verzeichnis der Protagonisten gab.
Unser Hauptprotagonist ist Paul, der einen Blog über Morde und Verbrechen führt. Auch er wurde nicht zufällig ausgewählt. Schnell baut man eine Beziehung zu ihm auf.
Auch die anderen Charaktere waren auf ihre eigene Weise besonders. Natürlich war mir nicht jeder Protagonist sympathisch, aber ich finde, dass man bei Thrillern keine besonders gute Beziehung zu den Protagonisten aufbauen muss.
 
Das Buch lässt einen sofort in die Handlung mit einsteigen. Auch die Morde passieren relativ schnell, was mir sehr gut gefallen hat, da daraus dann keine Längen entstanden sind. Jeff Bohner ist der Mörder, der früher sein Unwesen getrieben hat. Über ihn erfahren wir auch eine Menge. Dies passiert hauptsächlich durch die Vorstellungsgespräche, die mit den 12 Besuchern durchgeführt worden sind. Die Idee die Vorstellungsgespräche als einzelne Kapitel in das Buch zu integrieren, fand ich wirklich sehr toll.
 
Auch der Gruselfaktor wurde nicht vernachlässigt. Das ein oder andere Mal ist mir dann doch ein Schauer über den Rücken gelaufen. An einigen Stellen wurde es dann auch ein wenig ekelig, als der Autor beschrieben hat, wie der Mörder bzw. Jeff Bohner seine Opfer umgebracht hat.
 
Nun kommen wir zu dem Ende. Das Ende hat mich sehr überrascht, obwohl es im Nachhinein eindeutig war, aber vielleicht irre ich mich auch. Jedenfalls war das Ende nicht meinen Wünschen entsprechend. Es war wirklich gut gemacht, aber mich hätte was anderes vom Hocker gehauen. Aber hätten wir dieses Ende nicht gehabt, hätten wir den 2. Teil des Ende nicht bekommen, der mir sehr gut gefallen hat. Ein Teufelskreis (:
 
Insgesamt spreche ich für das Buch eine Empfehlung aus, denn es hatte, meiner Meinung nach, alles was ein guter Thriller brauch: Spannung, Angst, etwas Ekel und ein raffiniertes Ende.